Wie können Sie in Ihrer Küche Energie sparen?

Kochen und Backen

Gründe, etwas Leckeres zu kochen oder zu backen, gibt es immer. Ist doch das Essen mit der Familie oder Freunden eine der liebsten Freizeitbeschäftigungen. Die Freude lässt sich steigern, wenn alle Speisen nicht nur kreativ und gesund, sondern auch energie- und umweltbewusst zubereitet werden.

Kleingeräte sind in punkto Energiesparen top. Schon ein halber Liter Wasser lässt sich im Express- Wasserkocher nicht nur wesentlich günstiger, sondern auch schneller erhitzen als auf der Kochstelle. Eierkocher und Kaffeemaschinen helfen nicht nur sparen, sondern erleichtern auch den Alltag. Für das Erwärmen von Speisen und das Garen kleiner Mengen ist die Mikrowelle ideal.

Mikrowellengerät oder Elektroherd: Stromverbrauch im Vergleich

Eine Kochstelle ist immer nur so gut wie der verwendete Topf

  • Wählen Sie den Durchmesser des Kochtopfs passend zur Kochstellengröße. Ist das Kochgeschirr zu klein, geht unnötig Wärme und Energie verloren. Ist es deutlich zu groß, dauert das Ankochen zu lange.
  • Kochgeschirr sollte einen ebenen Boden und einen gut schließenden Deckel haben. Schräg liegende Deckel lassen zudem so viel Wärme entweichen, dass bis zu der dreifachen Menge an Strom verbraucht wird.
  • Setzen Sie für lang kochende Gerichte mit über 20 Minuten Gardauer den Schnellkochtopf ein, so sparen Sie bis zu 50 Prozent Zeit und 30 Prozent Strom.

So wenig wie möglich, so viel wie nötig

  • Kochen funktioniert auch mit wenig Wasser. Vier Portionen Kartoffeln werden mit nur einer Tasse Wasser gar. Das spart Energie.
  • Nach dem Ankochen rechtzeitig die Kochstelle auf Fortkochen zurückschalten oder mit der Automatik-Funktion arbeiten.
  • Nutzen Sie die Nachwärme. Beim Garen von Kartoffeln fünf bis zehn Minuten und beim Quellen von Reis etwa 10 Minuten vor Ende der Gardauer ausschalten.
  • Seien Sie kein “Topfgucker”. Damit vergeuden Sie Energie. Ein Glasdeckel spart das Abheben während des Kochens und dadurch Energie.

Im ausgeschalteten Zustand ähnelt sie einer ganz normalen Kochzone, aber ambitionierte Köche wissen: Das Induktionskochfeld bietet mehr. Im Handumdrehen volle Leistung und höhere Sicherheit durch Topferkennung und geringere Restwärme, denn die Hitze entsteht direkt im Topfboden – das Kochgeschirr muss magnetisierbar sein. Machen Sie den Magnet-Test: geeignet sind beispielsweise Stahlemail oder Gusseisen.

Nachwärme nutzen

  • Der Braten wird auch knusprig, wenn der Backofen beispielsweise zehn Minuten vor Ende der Gardauer ausgeschaltet wird.
  • Die Backofentür sollte nicht unnötig geöffnet werden. Wird während des Backens die Tür geöffnet, dann fallen beispielsweise Windbeutel zusammen.

Den Backofen voll ausnutzen

  • Durch gleichzeitiges Garen mehrerer Gerichte oder durch Backen von zwei Kuchen nebeneinander auf dem Rost sparen Sie Zeit und Energie.
  • Gebäck, Braten und Aufläufe gelingen auch, wenn sie in den kalten Backofen eingesetzt werden. Vorheizen ist nur selten nötig (nach Herstellerangaben), wie etwa beim Brotbacken.
  • Der Sonntags-Braten sollte erst ab einem Gewicht von zwei Kilogramm in den Backofen, nehmen Sie ansonsten den Braten- oder Schnellkochtopf. Bietet Ihr Backofen Umluftgaren: Nutzen Sie diese Möglichkeit auf mehreren Ebenen gleichzeitig zu backen, das spart Energie und Zeit.

Gesundheitsbewusste Genießer setzen auf den Dampfgarer oder auf den Kombibackofen. Die Lebensmittel werden nicht im Wasser, sondern mit heißem Dampf gegart, so bleiben Vitamine und Mineralstoffe stärker erhalten. Nicht nur Gemüse bewahrt seine natürliche Farbe, auch für Fisch, Kartoffeln und zum Auftauen ist der Dampfgarer bestens geeignet. Bei druckfesten Geräten werden außerdem die Garzeiten um bis 50 Prozent verringert.

Geschirrspülen

Wer möchte das nicht: funkelnde Gläser, sauberes Geschirr, eine aufgeräumte Küche und mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens. Die Geschirrspülmaschine macht es möglich und das alles noch Energie und Wasser sparender als beim Spülen von Hand.

Leitungswasser hat mehr oder weniger viele Mineralien, die für die Ernährung wichtig sind, beim Geschirrspülen in der Maschine jedoch Beläge hinterlassen können. Daher wird das Wasser in der Maschine enthärtet; dazu benötigt der Geschirrspüler spezielles Regeneriersalz.

Vorspülen unter fließendem Wasser entfällt

  • Gebrauchtes Geschirr einfach in der Geschirrspülmaschine sammeln und die Gerätetür schließen, damit die Essensreste nicht antrocknen.
  • Die Geschirrspülmaschine sollte nur voll beladen angeschaltet werden.
  • Dosieren Sie das Reinigungsmittel sparsam nach Herstellerangabe: so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Neuere Gerätemodelle können sich den Kombinationsreinigern 3 in 1 anpassen und schalten die Anzeigen für Salz und Klarspüler ab.
  • Moderne Geschirrspüler bieten eine Fülle von Spülprogrammen, die beispielsweise die Geschirrart (Schonprogramme), die Geschirrmenge (Beladungserkennung) oder die Verschmutzung (Automatikprogramme) berücksichtigen. Darüber hinaus gibt es Intensivprogramme für stark verschmutztes Geschirr und Sparprogramme für leicht verschmutztes Geschirr.

Für jeden das richtige Gerät

  • Hoch eingebaute Geschirrspüler sowie Schubladen-Geschirrspüler ermöglichen eine besonders einfache Handhabung, denn sie können ohne Bücken geöffnet und geschlossen werden.
  • 60 Zentimeter breite Geräte (für 12 – 15 Maßgedecke) arbeiten bei voller Beladung wirtschaftlicher als 45 Zentimeter breite Geräte (6 – 10 Maßgedecke).
  • Einige Geräte sind mit Wärmetauscherflächen ausgestattet. Mit ihnen kann die Energie des laufenden Spülgangs für den folgenden Spülgang genutzt werden.
  • Die meisten Geräte können an die Kalt- oder Warmwasserversorgung angeschlossen werden. Ein Warmwasseranschluss ist vor allem bei der Nutzung regenerativer Energien, zum Beispiel bei Verwendung einer Wärmepumpe, sinnvoll.

Kühlen und Gefrieren

Gesunde Ernährung liegt im Trend. Damit nicht nur Obst und Gemüse vitaminreich und schön knackig, Fisch einfach frisch und Fleisch delikat bleibt, sondern auch Energie gespart wird, sollten beim Kühlen und Einfrieren einige Punkte beachtet werden, denn Kühl- und Gefriergeräte sind rund um die Uhr im Einsatz, da lohnt sich ein Extra-Blick auf den Energieverbrauch.

– 18° C ist die ideale Temperatur des Gefriergerätes, sonst steigt der Energieverbrauch zu sehr.

Eine Erhöhung der Temperatur des Kühlschranks von 5° C auf 7° C bringt 15 Prozent Energieeinsparung.

Alles an seinen Platz…

  • Lebensmittel benötigen unterschiedliche klimatische Verhältnisse. Ein Mehr-Zonen-Gerät bietet hier für alle Bedürfnisse das Richtige. Die Erfahrung zeigt, dass Lebensmittel in der niedrig temperierten Zone knapp über 0° C bis zu dreimal länger frisch bleiben als im normalen Kühlbereich.

Qualitätsweine müssen auch in gutem Zustand gelagert werden. Klimaschränke mit einem oder mehreren Temperaturen (mit unterschiedlichen Temperaturzonen) ersetzen die Weinkeller. Heute bieten hochwertige Side-by-Side-Kühlschränke auch eine Weinwärmezone mit Frischluftzufuhr.

Hochwertige Weine wollen auch entsprechend gelagert werden. Spezielle Weinklimaschränke bzw. Weintemperierschränke (mit unterschiedlichen Temperaturzonen) ersetzen den Weinkeller. Hochwertige Side-by-Side Geräte bieten heute auch die Möglichkeit einer Weinklimazone mit Frischluftzufuhr.

Ungenutzter Kühl- und Gefrierraum kostet…

  • Kaufen Sie ein Gerät in der Größe, die Ihrem Bedarf entspricht. Bei einer Gefriertruhe beispielsweise verbrauchen 100 Liter ungenutzter Gefrierraum bis zu 200 kWh im Jahr.
  • Ziehen Sie Tiefkühltruhen den Tiefkühlschränken vor. Da die Kälte nach unten wandert, verlieren Truhen weniger Kälte beim Öffnen als Schränke.
  • Stellen Sie Kühl- und Gefriergeräte nicht neben Herd oder Heizung. Je niedriger die Umgebungstemperatur ist, desto geringer ist der Stromverbrauch.
  • Lebensmittel gehören nur gut abgekühlt und abgedeckt bzw. gut verpackt in den Kühlschrank, mit Ausnahme von Obst und Gemüse bei der Lagerung von knapp über 0° C. Sie sollten zur optimalen Feuchtigkeitszirkulation stets unverpackt eingelagert werden.
  • Häufiges und langes Öffnen der Gerätetür kostet Energie. Übersichtlich einsortierte Lebensmittel ersparen mühsames Suchen und schaffen Platz.
  • Verschmutzte oder beschädigte Gummidichtungen der Gerätetür lassen Kälte und damit Energie entweichen.
  • Ein großer Kühlschrank verbraucht weniger Energie als zwei kleine.
  • Ist ein Eisfach notwendig? Kühlschränke ohne verbrauchen 20% weniger Energie.
  • Es lohnt sich, Lüftungsgitter (Rückwand) der Geräte frei von Staub zu halten und auf ungestörte Luftzirkulation zu achten.
  • Bei Gefriergeräten ohne Abtauautomatik ist Abtauen bei einer Reifschicht von über einem Zentimeter erforderlich, sonst wird unnötig Energie verschwendet. Eisfrei bleiben dagegen NoFrost-Geräte.
  • Vor dem Einfrieren großer Mengen oder vor dem Abtauen sorgt die Superschaltung für eine notwendige Kältereserve.
  • Geräte mit verstärkter Wärmedämmung haben den zusätzlichen Vorteil, dass bei einem Ausfall der Inhalt länger tiefgekühlt bleibt.
  • Ausrangierte Kühl- und Gefriergeräte müssen fachgerecht entsorgt werden. Ihre Gemeinde kann Ihnen weitere Auskunft geben.

Sterne-Kennzeichnung und Lagerdauer

KennzeichnungAnwendung
EisbereitungsfachGeeignet zum Gefrieren und Lagern von Eiswüfeln
* nicht wärmer als -6°CGeeignet zur kurzfristigen Lagerung gefrorener Lebensmittel - bis zu 1 Woche
** nicht wärmer als -12°CGeeignet zur mittelfristigen Lagerung gefrorener Lebensmittel - bis zu 3 Woche
*** nicht wärmer als -18°CGeeignet zur langfristigen Lagerung gefrorener Lebensmittel - mehrere Monate (je nach Lebensmittel)
**** -18°C oder kälterGeeignet zum Einfrieren von Lebensmitteln und zur langfristigen Lagerung gefrorener Lebensmittel - mehrere Monate (je nach Lebensmittel)