Stand-by

Viele Elektrogeräte haben kleine rote Lämpchen, die uns anzeigen, dass die Geräte “allzeit bereit” sind. Das ist zunächst sehr praktisch, bedeutet aber auch, dass ständig Energie verbraucht wird, selbst wenn die Geräte gar nicht genutzt werden.

Pro Haushalt und Jahr verursachen Geräte im Stand-by-Betrieb je nach Geräteausstattung des Haushaltes Kosten von 65 bis 130 Euro. Es lohnt sich, alle elektrischen Geräte, die nicht genutzt werden, ganz abzuschalten.

Audio, Video und Co im Stand-by-Modus…

  • Fernseher, Stereoanlagen oder auch einzelne Komponenten können oft nicht ganz vom Netz getrennt werden, auch wenn sie ausgeschaltet wurden. Das erkennen Sie daran, dass Leuchtdioden noch funktionieren oder das Gerät per Fernbedienung wieder eingeschaltet werden kann. Hier gilt es eine schaltbare Steckerleiste zu nutzen und nach dem Ausschalten des Gerätes diese ebenfalls auszuschalten.
  • Manche Fernseher verfügen neuerdings über einen Öko- bzw. Auto-off Schalter. Das bedeutet, dass sich das Gerät nach einer gewissen Zeit im Stand-by-Betrieb selbstständig abschaltet.
  • Damit Sie sicher sind, dass das Ladegerät Ihres Mobiltelefons nach dem Ladevorgang keinen Strom mehr verbraucht, ziehen Sie es aus der Steckdose.

Einige Elektro-Geräte verursachen im Stand-by-Betrieb einen ständigen Stromverbrauch, dem in der Regel wenig Bedeutung beigemessen wird. Aber auch Geräte ohne Bereitschaftsschaltung tragen durch ständigen Betrieb zum Stromverbrauch bei. Verschaffen Sie sich durch nachfolgende Tabelle einen Überblick, wie viel Energie Ihre “stillen Verbraucher” im Jahr benötigen. Die Tabelle liefert Anhaltswerte. Genaue Messungen sollten per Strommessgerät vorgenommen werden. Diese Geräte können Sie kostenlos bei Enovos ausleihen!

GerätLeistung in Watt (w)VerbrauchkWh/aBerechnungs-grundlagen
PC mit Bildschirm40708 Std. / Tag - 220 Tage / Jahr
Tintenstrahlfarbdrucker45798 Std. / Tag - 220 Tage / Jahr
Laserdrucker schwarz-weiß25448 Std. / Tag - 220 Tage / Jahr
Scanner12218 Std. / Tag - 220 Tage / Jahr
Fotokopierer701238 Std. / Tag - 220 Tage / Jahr
Telefax108824 Std. / Tag - 365 Tage / Jahr
Anrufbeantworter32624 Std. / Tag - 365 Tage / Jahr
Schnurloses Telefon65324 Std. / Tag - 365 Tage / Jahr
Farbfernseher75120 Std. / Tag - 365 Tage / Jahr
Satellitenempfänger97924 Std. / Tag - 365 Tage / Jahr
Kompakt-Stereoanlage128820 Std. / Tag - 365 Tage / Jahr
Videorecorder86723 Std. / Tag - 365 Tage / Jahr
Radiowecker1.51323 Std. / Tag - 365 Tage / Jahr
Kaffeemaschine - Elektronikuhr21824 Std. / Tag - 365 Tage / Jahr
Mikrowelle - Elektronikuhrinkl. Steuerelektronik43524 Std. / Tag - 365 Tage / Jahr
Elektroherd - Elektronikuhr inkl. Steuerelektronik54424 Std. / Tag - 365 Tage / Jahr

Büroausstattung

Der Stromverbrauch beim PC Betrieb umfasst in der Regel die gesamte EDV.

  • LCD-Monitore brauchen nur halb soviel Energie wie Röhrenmonitore
  • Monitore bei Pausen ausschalten
  • Stromsparfunktion des PCs benutzen
  • Schließen Sie PC, Drucker, usw. an eine schaltbare Steckerleiste an und schalten diese aus, nachdem alle Geräte abgeschaltet sind. Damit gehen Sie sicher, dass kein Gerät mehr im Bereitschaftsmodus ist und unnötig Strom verbraucht.
  • Bildschirmschoner als Stromsparer? Beim PC-Monitor wird für das Berechnen bewegter Bilder teilweise noch mehr Strom benötigt. Besser ist es, den Monitor bei längeren Pausen einfach auszuschalten.
  • Schalten Sie Drucker und Scanner erst an, wenn die Geräte zum Einsatz kommen – oft werden sie kaum benötigt, verbrauchen aber Strom
  • Bei PC-Komponenten, wie z.b. Prozessor, Grafik- oder Soundkarte, gibt es je nach Modell erhebliche Unterschiede im Stromverbrauch. Achten Sie beim Neukauf oder beim nachträglichen Einbau neuer Komponenten auf die Energieeffizienz.
  • Laptops arbeiten im Gegensatz zu Desktop-Rechnern grundsätzlich energieeffizienter, um zu verhindern, dass bei hoher Rechenleistung die Akku-Leistung zu schnell aufgebraucht wird.

Computer haben nicht nur einen Stand-by-Verbrauch von 5 – 100 W, sondern fressen auch im ausgeschalteten Zustand heimlich weiter Strom.

Unterhaltungselektronik : TV-VIDEO-DVD-STEREO

  • Fernsehgeräte in der klassischen Röhrentechnik haben sehr kleine Anschlussleistungen und verbrauchen dementsprechend wenig Energie.
  • LCD- und besonders Plasma-Schirme haben hingegen wesentlich höhere Anschlussleistungen. Ihr elektrischer Verbrauch liegt somit um ein Vielfaches über dem der Röhrenbildschirme.
  • Genauso verhält es sich mit der Bildfrequenz: Bei 100 Hz gegenüber 50 Hz kann der elektrische Verbrauch ohne Weiteres um 30 % höher sein.
  • Sämtliche Geräte der Unterhaltungselektronik sollen über eine schaltbare Steckerleiste bei Nichtbenutzung vom Netz getrennt werden (siehe Stand-by-Verbrauch).
  • Fernsehgeräte sollen nicht als Hintergrundanimation den ganzen Tag über eingeschaltet bleiben. Wie bei Lampen, sollte man sich eine Gewohnheit daraus machen, den Fernseher auszuschalten, falls er nicht gebraucht wird.